Hypnose – ist das nicht gefährlich?

Der Begriff „Hypnose“ hat etwas Mystisches, Geheimnisvolles, für manche etwas Bedrohliches.  Gedanken über Kontrollverlust spuken herum und werden von manch einer reißerisch aufgemachten Show-Hypnose untermauert.  Ich darf Sie beruhigen oder enttäuschen, je nachdem: Die sanfte Hypnose/Trance nach Milton Erickson hat nichts von alledem .
Zwar gibt es sie, die zum Teil verblüffende Form der Schnellhypnose,  doch wird sie im Coaching-Kontext und auch in der Therapie selten eingesetzt.  Bei keiner Hypnoseform verliert der Klient seinen eigenen Willen oder die Kontrolle.  Menschen, die in eine sanfte Hypnose geleitet werden, profitieren in aller Regel von einer tiefen Entspannung. Sie lenken ihre Konzentration auf ein bestimmtes Thema und blenden die Umgebung ein Stückweit aus.  Sie können dennoch Umgebungsgeräusche hören,  selbst antworten, sogar aufstehen und ein Coaching-Tool in diesem entspannten Zustand angehen. Entspannung, aber auch bestimmte Frage-Techniken und Formulierungen lassen die Tür zu unserem Unbewussten sich öffnen.  Damit setzen wir eine unschätzbare Ressource frei: Forscher gehen davon aus, dass tatsächlich nur ein Bruchteil unseres Fühlens und Handelns bewusst geschieht. Im Unbewussten ist unser gesamtes Leben verborgen, Erlebnisse, Gefühle, Glaubenssätze und Werte haben hier ihren Sitz. Öffnen wir die Tür, können wir damit und daran arbeiten.
Manche Klienten sind überrascht, fast ein wenig enttäuscht, haben das Gefühl, nicht wirklich „weg“ gewesen zu sein. Das tut der Wirkung keinen Abbruch. Oft merken sie, wie die Sitzung „nachwirkt“, wie plötzlich „Erinnerungen“ aufblitzen, die bei der Bearbeitung des Anliegens hilfreich sind. Sie sind erstaunt und stellen außerdem fest, dass bei wiederholter Hypnose der Einstieg ins Unbewusste schneller und tiefer gelingt.
Hypnose und NLP sind ein starkes Team:  Die Übungen aus dem NLP entfalten und vertiefter Entspannung eine noch intensivere Wirkung.